| Giri-Govardhana |
| Krishna-Katha | |||
| Mittwoch, 14. Oktober 2009 um 21:35 Uhr | |||
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Das Erscheinen Giri-Govardhana in dieser Welt - eine kleine Nacherzählung... Vor langer Zeit geschah es, dass Bhagavan Sri Krishna, die Höchste Persönlichkeit Gottes, zu seiner liebsten Anvertrauten Srimati Radhrani sagte, es werde Zeit, dass Sie auf der Erde in Vraja Bhumi erscheine, damit sie Beide Ihren transzendentalen Spiele offenbaren könnten. Srimati Radharani sagte, Sie werde nur unter der Bedingung gehen, dass das gesamte Land von Vraja Dhama ebenfalls erscheine, Yamuna, Giriraja, Vrindavana, sonst würde Sie sich nicht glücklich fühlen. Sri Krsna bestätigte Ihr, dass dies schon alles geschehen sei und Sie sich nicht sorgen sollte. Viele Jahre zuvor, im Satya Yuga geschah es, dass an der Westküste Indiens, auf der Insel Salmali, die Frau von Dronachala, dem König aller Berge einen Sohn mit dem Namen Govardhana gebar . Zu diesem Zeitpunkt versammelten sich alle Halbgötter am Himmel und jubelten, streuten Blüten und sangen vor Freude. Die großen Berge wie der Himalaya und Sumeru kamen zu Besuch, um Dronachala zu beglückwünschen und Govardhana gebührend zu verehren. Zu dieser Zeit waren Berge keine starren Wesen, die sich nicht bewegen konnten, nein, Berge und Hügel waren genauso beseelt und beweglich, wie Menschen, Vögel und andere Lebewesen. Sie umkreisten Ihn mit viel Ehrfurcht und Freude und krönten Ihn zu ihrem König. Sie opferten schöne Gebete, die sein Herabsteigen aus dem spirituellen Goloka Vrindavana beschrieben. Eines Tages, viele Jahre später kam der Heilige Pulastya zu Besuch zu Dronachala und Govardhana. Nachdem er den schönen Giriraja sah, voll mit üppigen Büschen, Bäumen, Sträuchern, Wurzeln und Bächen, war Pulastya entschlossen, ihn mit sich nach Kasi, dem heutigen Varanasi zu nehmen, um dort einen schönen Berg zum Meditieren zu haben. Dronachala war verzweifelt, als er sich vorstellte, von seinem Sohn getrennt zu werden, weinte vor Trennungsgefühlen und wollte Giriraja nicht hergeben. Da Govardhana aber um das Temperament von Pulastya wusste und nicht wollte, dass sein Vater verflucht würde, fragte er höflich, wie Pulastya gedachte, ihn mit nach Kasi zu nehmen. Pulastya antwortete, er würde ihn während seines Fluges in seiner rechten Hand tragen. Nach dieser kurzen Diskussion, und um Pulastya Muni nicht zu verärgern, gaben Giriraja und Dronacahala dem Wunsche Pulastyas nach. Unter einer Bedingung: Pulastya dürfe Giriraja nirgends absetzen, anderenfalls würde er dort bleiben und sich nicht mehr von der Stelle rühren. Pulastya akzeptierte diese Bedingungen. Auf dem Weg nach Kasi nun begab es sich, dass der Weise Pulastya genau über der schönen Gegend von Vraja Bhumi, dem heutigen Vrindavana, einem dringenden Ruf der Natur folgen musste, den Giriraja durch seine mystischen Fähigkeiten bei dem Heiligen verursacht hatte. Ohne nachzudenken landete Pulastya und setzte Giriraja ab, um seine Notdurft zu verrichten. Als er zurück kam, bemerkte er plötzlich, dass er Giriraja nicht mehr heben konnte, so sehr er sich auch anstrengte, und plötzlich erinnerte sich an die Abmachung. Er erkannte ebenfalls, dass Giriraja ihn ausgetrickst hatte, woraufhin er Giri Govardhana verfluchte, jeden Tag in der Höhe eines Senfsamenkornes in den Boden zu versinken. Kurze Zeit später bereute er allerdings seinen Fluch und versicherte Giriraja, dass er im Dvapara Yuga wieder mit Sri Krsna zusammen treffen würde und dass alle Menschen ihn verehren werden. Als Pulastya Muni Govardhana in Vraja absetzte, war dieser noch 64 Meilen lang, 40 Meilen breit und 16 Meilen hoch. Es heißt, dass er nach 10.000 Jahren im Kali Zeitalter ganz verschwunden sei.Nachdem Sunanda die wundervolle Geburt von Giriraja dem Nanda Maharaja erzählt hatte, sagte er, dass solange Govardhana und Yamuna noch gegenwärtig sind, würde sich das Kali Zeitalter noch nicht voll ausbreiten können. Sunanda sagte ebenfalls, dass jeder, der das Glück hat, vom Erscheinen Girirajas zu hören, von allen sündhaften Reaktionen befreit würde. All dies geschah im Satya Yuga, dem ersten der vier wiederkehrenden Zeitalter. Im Treta Yuaga, dem nächsten Zeitalter, passierte es, dass der Dämon Ravana die Erde und das ganze Universum terrorisierte. Um ihm Einhalt zu gebieten, erschien Lord Ramachandra. Lord Rama baute eine große steinerne Brücke, die auf dem Ozean schwimmend, Ihn und sein Heer von Affen und Bären nach Lanka bringen sollte, um dort Ravana zu töten. Um dies zu bewerkstelligen, entsandte er seinen besten Diener Hanuman, um Berge und Hügel zu sammeln, die als Brückensteine dienen sollten. Als Hanuman Giriraja sah, war er sofort entschlossen, ihn mitzunehmen. Als dieser erfuhr, dass der Höchste Herr als Rama erschienen war, wollte Giriraja Ihm sofort diesen Dienst erweisen und ließ sich problemlos von Hanuman hochheben. Aber bevor beide an der Küste nach Lanka ankamen, war die Brücke bereits fertiggestellt und Giri Govardhana war sehr traurig, Lord Rama nicht sehen zu können. Rama wusste um das Bedauerns von Giriraja und liess ihm folgende Nachricht überbringen: „Sei nicht traurig, am Ende des Dvapara Yugas wird Sri Krsna erscheinen, um auf Dir wundervolle Spiele zu vollziehen und Dich zu verehren. Im Kali Yuga werden die Gottgeweihten kommen, und Dich ebenfalls verehren und durch Dich übernatürliche Kräfte erlangen.“ Am Ende des Dvapara Yugas stoppte der noch kleine Sri Krsna die Verehrung Indras durch die Einwohner Vrindavanas und verehrte stattdessen Giriraja persönlich. Bei dieser schönen Zeremonie erschien es als würde Krsna sich selbst verehren, indem Giriraja wie Sri Krsna wurde. Danach kamen alle sechs Jahreszeiten und residierten seitdem auf Govardhana. Der Sanskrit-Ausdruck „Vardhana“ bedeutet u.a. soviel wie „sich erweitern, anwachsen, stärken“ und auch „ derjenige, der für Wachstum sorgt“. Und das Sanskritwort „Go“ bezieht sich auf die Kühe und die Sinne. Also ist Govardhana derjenige, der die Sinne erweitert, und der die Kühe und die Sinne stärkt, indem er ihnen alles zum Leben und Wachsen zur Verfügung stellt.
(Dies war eine Nacherzählung von Gauranataraja das.)
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