| Bekannte Menschen über Hinduismus und die indische Kultur |
| Freitag, 22. Oktober 2010 um 15:13 Uhr | |||
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* * * 17. Jahrhundert Voltaire
„Ich bin überzeugt, dass alles von den Ufern des Ganges auf uns herabgekommen ist: Astronomie, Astrologie, Seelenwanderung, etc.“ [3, S.164] [14]
* * * 18. Jahrhundert Johann Gottfried von Herder „Die Hindus sind der sanftmüthigste Stamm der Menschen. Kein Lebendiges beleidigen sie gern: sie ehren was Leben bringt und nähren sich mit der unschuldigsten Speise […].“ [12, S.39] [25] „Uebrigens verfolgen die Hindu’s nicht: sie gönnen jedem seine Religion, Lebensart und Weisheit; warum sollte man ihnen die ihrige nicht gönnen […]?“ [12, S.44] [25] Gespräche über die Bekehrung der Indier durch unsre Europäische Christen: „Der Asiat. Sagt mir doch: seyd Ihr noch nicht davon zurückgekommen, Völker, die ihr unterjocht, beraubt, plündert und mordet, denen ihr Land und Verfaßung genommen, denen ihr mit euren Sitten ein Kräuel seyd, zu bekehren? Der Europäer. Hier ist der Fall anders. Wir haben Macht, Schiffe, Geld, Kanonen, Cultur. Asiat. Haben jene Völker keine Cultur? Mich dünkt, die feinste, die es im Menschengeschlecht giebt. […] Betrachte ihre Sitten, ihre Erziehung, lerne ihre Sprache. Lies ihre Dichter, höre ihre Weisen.“ Europäer. Nicht weise zu unserm Himmelreich. Asiat. Dahin wollen sie auch nicht, dafür schaudert sie, wenn sie es in sanfter Bescheidenheit auch nicht sagen. Mit Menschen, die in allen Lastern leben, die fluchen, zanken, Wein trinken, Schweine eßen, die Haare mit Thierfett salben u.f.f. mit solchen wollen sie in keinen gemeinschaftlichen Himmel. […]“ [12, S.48-49] [25] * * * Sir William Jones Britischer Indologe und Jurist, „hingegebener Christ“ „Ich bin verliebt in die gopis, verzaubert von Krishna, ein begeisterter Bewunderer von Rama und ein andächtiger Verehrer von Brahma, Visnu und Siva […].“ [3, S.160] [19] * * *
„Wir würden höchst undankbar sein, wenn wir nicht indischer Dichtungen gleichfalls gedenken wollten […].“ [5] [12, S.72] „Des Paria Gebet Großer Brahma, Herr der Mächte! Alles ist von deinem Samen, Und so bist du der Gerechte! Hast du denn allein die Brahmen, Nur die Rajahs und die Reichen, Hast du sie allein geschaffen? Oder bist auch du’s, der Affen Werden ließ und unseresgleichen?
Edel sind wir nicht zu nennen: Denn das Schlechte, das gehört uns, Und was andre tödlich kennen, Das alleine, das vermehrt uns. […] Also, Herr, nach diesem Flehen, Segne mich zu deinem Kinde; Oder eines laß entstehen, Das auch mich mit dir verbinde! […]“ [5] [12, S.76-77]
* * * Francis Rawdon Hastings1. Marquess of Hastings; britischer General und Generalgouverneur von Indien, Christ „Der Hindu erscheint als ein Lebewesen, welches auf die einfachsten tierischen Funktionen beschränkt ist und selbst diesen gleichgültig gegenübersteht … ohne mehr Intelligenz als ein Hund zu besitzen.“ [3, S.169] [16]
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Wilhelm von Humboldt
„[Die Bhagavad-Gita ist] das Tiefste und Erhabenste, was die Welt aufzuweisen hat.“ [3, S.162-163] [27]
* * * August W. von Schlegel „Die indische Sprache scheint mir, ohne alle Rücksicht auf Gehalt und Form der Schriften, ein solches unerreichbares und unnachahmliches Original zu sein. Sie geht in Wortbildungen, Fügungen und Stellungen noch viel weiter als die griechische über alles hinaus, was die deutsche Sprache zu leisten vermag.“ [1] [12, S.86] „Jetzt aber ist eine Partei aufgekommen, welche es sich zum eigentlichen Geschäfte macht […] den […] Götterdienst der Inder […] mit den gehäßigsten und schwärzesten Farben zu schildern. Dieß ist besonders von einige englischen Missionaren geschehen. […] Da es mit der Ueberredung nicht sonderlich gelingen will […] so möchte man bei dem Bekehrungsgeschäfte gern den weltlichen Arm zu Hülfe rufen.“ [1] [12, S.87]
* * * ![]() Georg W. F. Hegel „Man hat in neueren Zeiten die Entdeckung gemacht, daß die Sanskritsprache allen weiteren Entwicklungen europäischer Sprachen zugrunde liege […]. Indien ist ferner der Ausgangspunkt für die ganze westliche Welt […].“ [8] [12, S.105]
* * * Novalis „Des Morgenlands ahnende, blütenreiche Weisheit erkämpfte zuerst der neuen Zeit Beginn.“ [12, S.53] [18] „Reizender und farbiger steht die Poesie wie ein geschmücktes Indien dem kalten, toten Spitzbergen jenes Stubenverstandes gegenüber.“ [12, S.53] [18]
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K. W. Friedrich von Schlegel „Möchte das indische Studium nur einige solche […] Begünstiger finden, wie deren Italien und Deutschland im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert für das griechische Studium […] indem durch die wiedererweckte Kenntnis des Altertums schnell die Gestalt aller Wissenschaften, ja man kann wohl sagen der Welt, verändert und verjüngt ward. Nicht weniger groß und allgemein, wir wagen es zu behaupten, würde auch jetzt die Wirkung des indischen Studiums sein […].“[12, S.69] [23]
* * * Arthur Schopenhauer In seinem bekanntesten Buch Die Welt als Wille und Vorstellung schreibt er in der Einleitung: „Ist er aber gar noch der Wohltat der Veden teilhaft geworden, derer uns durch die Upanischaden eröffneter Zugang in meinen Augen der größte Vorzug ist, den dieses noch junge Jahrhundert […] aufzuweisen hat, in dem ich vermute, daß der Einfluss der Sanskrit-Literatur nicht weniger tief eingreifen wird als im 15. Jahrhundert die Wiederbelebung der griechischen […].“ [12, S.108] [15] „[…] daß jeder von den einzelnen und abgerissenen Aussprüchen, welche die Upanischaden ausmachen, sind als Folgesatz aus dem von mir mitzuteilenden Gedanken ableiten ließe […].“ [12, S.108] [15] Weitere Zitate: „Die direkte Darstellung finden wir in den Veden, der Frucht der höchsten menschlichen Erkenntnis und Weisheit, deren Kern in den Upanischaden uns als das größte Geschenk dieses Jahrhunderts endlich zugekommen ist […] ausgedrückt.“ [12, S.109-110] [15] „Es ist die belohnendeste und erhebendeste Lektüre, die […] auf der Welt möglich ist: sie ist der Trost meines Lebens gewesen und wird der meines Sterbens sein.“ [11, S.121] [15] „Aus jeder Zeile dieses unvergleichlichen Buches [Bhagavad-gita] treten uns tiefe, ursprüngliche, erhabene Gedanken entgegen. Es ist die belehrendste und erhabenste Lektüre, die auf der Welt möglich ist.“ [24, Rückentext] „Wenn mich ein Asiate früge, was Europa sei, so müßte ich ihm antworten: Es ist der Weltteil, der gänzlich von dem unerhörten und unglaublichen Wahn besessen ist, daß die Geburt des Menschen sein absoluter Anfang und er aus dem Nichts hervorgegangen sei.“ [13, S.3]
* * * C.J. Heinrich Heine „Aber ich stamme aus Hindostan, und daher fühl ich mich so wohl in den breiten Sangeswäldern Valmikis [Autor des Ramayanas], die Heldenleiden des göttlichen Ramo bewegen mein Herz […].“ [2] [12, S.94]
* * * 19. Jahrhundert
„Es kann jedoch keinem Zweifel unterliegen, daß das von den Briten über Hindustan gebrachte Elend wesentlich anders geartet und unendlich qualvoller ist als alles, was Hindustan vorher zu erdulden hatte.“ [12, S.116] [17]
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F. Max Müller Christlicher Missionar, deutscher Sprachforscher und einer der Begründer der Sanskritforschung/Indologie „Müller wurde vom Britischen Kolonialregime in Indien angestellt. Der Vorsitzende der Behörde für Bildungswesen traf Vorkehrungen, dass Müller Geldmittel von der British East India Company dafür bekommen würde, die Vedischen Texte so zu übersetzen, dass die Ehrfurcht der Inder für sie zerstört würde.“ [3, S.50] „Wir haben nur 200 Jahre benötigt, ganz Afrika zu christianisieren, aber Indien entzieht sich uns sogar nach 400 Jahren. Ich habe verstanden, dass es Sanskrit ist, welches dies Indien ermöglicht. Und um es zu brechen, entschied ich, Sanskrit zu lernen.“ [13, S.2] Trotz der oft negativen Äußerungen in der Öffentlichkeit schrieb er: „Wenn man mich fragte, unter welchem Himmel der menschliche Geist einige seiner auserwähltesten Gaben am vollsten entwickelt, über die größten Probleme des Lebens am tiefsten nachgedacht und zu manchen derselben Lösungen gefunden hat, welche die Beachtung selbst derjenigen, die Plato und Kant studiert haben, wohl verdienen – ich würde auf Indien weisen. Und wenn ich mich selber fragte, aus welcher Litteratur wir hier in Europa, die wir beinahe ausschließlich von den Gedanken der Griechen und Römer, und einer semitischen Rasse, der jüdischen, gezehrt haben […] dessen wir am meisten bedürfen, um unser inneres Leben vollkommener, umfassender, universeller, in Wahrheit menschlicher zu machen […] ich würde wiederum auf Indien weisen.“ [12, S.122] [20] „Hier liegt das allgemeine, das wahrhaft menschliche Interesse, welches die alte Litteratur von Indien besitzt, und welches ihr einen Anspruch auf die Aufmerksamkeit nicht nur der Orientalisten oder der Freunde alter Geschichte, sondern jedes gebildeten Mannes und jeder gebildeten Frau verleiht.“ [12, S.125] [20]
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William Wilson Hunter Britischer Staatsmann und Schriftsteller „So ausgearbeitet ist seine Struktur, daß Zweifel aufkamen, ob es mit seinen komplexen Regeln … jemals die Umgangssprache eines Volkes sein konnte.“ [11, S.2]
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Friedrich W. Nietzsche „So vorgeschritten Europa auch sonst sein mag: in religiösen Dingen hat es noch nicht die freisinnige Naivität der alten Brahmanen erreicht, zum Zeichen, daß in Indien vor vier Jahrtausenden mehr gedacht wurde und mehr Lust am Denken vererbt zu werden pflegte, als jetzt unter uns.“ [12, S.113] [21]
* * * 20. Jahrhundert
Französischer Schriftsteller und Musikkritiker „Im Falle der Hindus hat man religiösem Glauben niemals erlaubt, den wissenschaftlichen Gesetzen zu widersprechen; mehr noch, ersterer wird niemals zur Bedingung für das gelehrte Wissen gemacht, sondern es ist ihnen immer äußerst wichtig, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass beide – Agnostiker und Atheisten – durch den Intellekt auf ihre eigene Art zur Wahrheit gelangen mögen. Solche Toleranz mag überraschend für Gläubige im Westen sein, aber sie ist integraler Bestandteil des vedischen Glaubens.“ [13, S.4] * * * Albert Einstein: Wenn ich ind er Bhagavad Gita lese und draüber nachdenke, wie Gott das Universum geschaffen hat,
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„Die Gita ist mir stets eine Quelle des Trostes gewesen. Wenn mich kein Lichtstrahl mehr erreicht, schlage ich die Gita auf, und ein Vers, den ich zufällig finde, gibt mir mein Lächeln zurück. Wer über die Gita meditiert, wird jeden Tag neue Freude aus ihr ziehen und neue Bedeutungen entdecken.“ [24, Rückentext] „Unser sehnlichstes Gebet sollte sein, dass ein Hindu ein besserer Hindu wird, ein Muslim ein besserer Muslim, ein Christ ein besserer Christ.“ [13, S.4]
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Rudolph Steiner: Um Zugang und umfassendes Verständniss zu einer Schöpfung so erhaben wie der Bhagavad Gita zu bekommen, bedarf es der Einstimmung unserer Seele auf dieses Werk. Wann ist das Gewaltigste geschehen für dieses menschliche Ich? Das ist damals geschehen, als Krishna zu Arjuna gesprochen hat, als die gewaltigsten, bedeutsamsten, einschneidendsten Im ganzen Umfange der Welt kann nichts gefunden werden,
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Dr. Albert Schweitzer: Die Bhagavad Gita hat einen tiefgreifenden Einfluss auf das Wesen der Menschheit. Dies rührt aus Iher Hingabe zu Gott, welche sich in einem Tätig-sein äußert.
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„Wenn sich daher eine «religiöse» Methode zugleich als «wissenschaftlich» empfiehlt, so kann sie im Westen ihres Publikums sicher sein.“ [10] [12, S.187] „Der Inder kann weder den Körper noch den Geist vergessen, der Europäer vergißt immer das Eine oder das Andere.“ [10] [12, S.188] „Der Europäer dagegen hat eine Wissenschaft von der Natur und weiß von seiner eigenen Natur, der Natur in ihm, erstaunlich wenig.“ [10] [12, S.188] „Es ist durchaus möglich, daß Indien die wirkliche Welt ist, und daß der Weiße in einem Narrenhaus von Abstraktionen lebt.“ [10] [12, S.192-193]
* * * Hermann Hesse „Das Wunderbare an der Bhagavad-gita ist, daß … in ihr eine ungelehrte, erlebte Weisheit sich als helfende Güte offenbart. Diese schöne Offenbarung, diese Lebensweisheit, "Schwierig aber heilsam ist es, dem Abendland die Ohren für die Stimme des alten Asien zu öffnen. Diese Stimme klingt nirgends so eindringlich, so geduldig, so altersreif und leidenschaftlich wie im Vedanta und den Reden Buddhos.
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Aldous Huxley: Die Bhagavad Gita ist die systematischste Präsentation über spirituelle Evolution mit Strahlkraft für die gesamte Menscheit. Sie ist eine der klarsten und umfassensten Zusammenfassungen zeitloser Philosophie die jemals offenbart wurde. Daher ist sein beständige Bedeutung nicht nur ein Thema Indiens sondern für die gesamte Menscheit.
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Stefan Zweig „[…] und es waren nicht die herrlichen Tempel, die verwitterten Paläste, nicht die Himalayalandschaften, die mir auf dieser Reise im Sinne der inneren Ausbildung das meiste gaben, sondern die Menschen, die ich kennenlernte.“ [12, S.180] [28]
* * * Papst Paul VI. “Euer Land ist ein Land alter Kultur, die Wiege großer Religionen. Die Heimat einer großen Nation, die in unablässigem Verlangen nach Gott in tiefer Meditation und Stille und Hymnen inbrünstigen Gebetes sucht. Selten zuvor wurde diese Sehnsucht nach Gott mit Worten so voll des Adventsgeistes ausgedrückt wie in euren heiligen Büchern, die viele Jahrhunderte vor Christi Geburt niedergeschrieben worden waren: „Führe mich vom Unwirklichen zum Wirklichen, von der Dunkelheit zum Licht und von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit.““ [4, S.18] [22] “In diesem gegenseitigen Verständnis und der Freundschaft in dieser heiligen Kommunion müssen wir zusammenarbeiten, um eine gemeinsame Zukunft der Menschheit zu erbauen.“ [4, S.18] [22]
* * Thomas Merton Amerikanischer Katholischer Schriftsteller; Dichter, Sozialaktivist und Vergleichender Religionswissenschaftler „Die Veden, die Upanishaden und die Bhagavad-Gita sind die wichtigste Stütze für die große religiöse Zivilisation Indiens, die älteste überlebende Kultur der Welt.“ [13, S.6] * * * A. B. Vajpayee Indischer Politiker, Abgeordneter und ehemaliger Ministerpräsident Indiens “Die ISKCON-Bewegung hat auf der Welt wenige Parallelen im Hinblick auf ihre Anziehungskraft, die Ländergrenzen sowie ethnische und berufliche Grenzen überspannt, ihre Einfachheit nach außen hin und die gottergebene Energie ihrer Anhänger.“ [4, S.46] [26 ]
* * * Vyaas Houston Sanskritgelehrter und Begründer des American Sanskrit Institute „Es ist verblüffend zu erkennen, dass wir eine Sprache vor uns haben, die seit 4.000 bis 7.000 Jahren gesprochen wird und die in jeder Hinsicht als perfekte Sprache für eine erleuchtende Kommunikation erscheint. … Einfach das Erlernen von Sanskrit durch eine große Anzahl von Menschen stellt einen Quantensprung im Bewußtsein dar …“ [9] * * *
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