Indien reagiert spürbar auf den Gerichtsprozess Es sollen Indologie-Experten aus Moskau und St. Petersburg angehört werden, forderte der Rechtsanwalt, der ISKCON vertritt. Die Richter in Tomsk vertagten daraufhin heute Vormittag die Entscheidung im Fall " Bhagavad-Gita" auf Mittwoch, den 28.12.2011. Indische Parlamentarier zeigten sich zur selben Zeit entrüstet und forderten lautstark die Regierung auf, sich um den Schutz der Hindus in Russland zu kümmern (Quelle: The Times of India, zweiter Artikel). Bisweilen kam es zu einem Aufruhr unter den sogenannten MPs (Members of Parliament) und die Versammlung wurde aufgelöst. Dass Krishna Humor hat, wissen wir ja; vor drei Tagen war der indische Premierminister Dr. Manmohan Singh bei Präsident Medvedev zum diplomatischen Kaffeekränzchen in Moskau eingeladen. Er bekundete in seiner Rede die tiefe Freundschaft zwischen beiden Nationen...
Fernsehen und Zeitungen berichten in Indien landesweit über den beleidigenden Gerichtsfall Sibiriens. In Kalkutta haben sich mindestens 100 Krishna-Devotees, ähnlich wie zu Zeiten Sri Caitanya Mahaprabhus und Chand Khazis, zur russischen Botschaft aufgemacht und dort einen aufwirbelnden Protest-Kirtan gemacht. (Quelle: The Guardian) Sogar der BBC India hat eine Meldung geschrieben. Verschiedene ausländische Reuters-Agenturen veröffentlichten ebenfalls einen Artikel (UK, USA & India). Die letzte Meldung lautet, dass der russische Botschafter seine Betrübtheit über die Angelegenheit öffentlich ausgedrückt hat. (Quelle: The Hindu). Ironischerweise ist die Firma "Imperial Energy" in der Region Tomsk ansässig, die seit 2007 eine Tochterfirma des staatseigenen und größten indischen Öl- und Gasunternehmens ONGC ist. ONGC hat mehrere Millionen Dollar dort investiert...
Am Dienstag ist eine Stellungnahme der Regierung vom indischen Aussenministers S.M. Krishna angekündigt. Wir sind gespannt!
Obwohl es sich in eine positive Richtung zu entwickeln scheint, gibt es noch keinen Grund zum Aufatmen. Bitte unterzeichnet weiter zahlreich die Petition, fragt eure Freunde, Verwandte, Nachbarn, Bekannte. Das Menschenrecht der Religionsfreiheit muss gewahrt bleiben. 30.000 Online-Unterschriften sind eingegangen, die meisten aus Indien (Bombay 3000, Pune, Bangalore und Delhi jeweils über 1000), Berlin ist mit 100 Unterschriften noch in den Top50 der Petition-Charts...