| Erstens: kommt es anders... |
| Freitag, 18. September 2009 um 17:32 Uhr | |
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Ich höre sie schon die Unkenrufe: "Bei einem Teilzeit-Theater hast du doch noch mehr Freizeit!" Weit gefehlt, immerhin handelt es sich um einen ISKCON Tempel (außerhalb Indiens). Das heißt: Pujaris, Köche und Putzfrauen werden gern für eine 80 Stunden Woche unter Vertrag genommen (Unser lieber Govinda meinte treffend: "Hast du etwa einen perfekt organisierten Tempel ohne Personalmangel erwartet??!?") Natürlich unbezahlt... bei freier Kost und Unterbringung Hier ein Foto vom Tempel, er ist in einer ehemaligen Kirche untergebracht (ein größeres konnte ich nicht finden, wird bei Gelegenheit nachgeliefert)
Swami-ProductionsWas passiert also in der Theatergruppe? Wir schreiben grad an einem Stück zum Thema Einsamkeit. Von lustig bis todtraurig ist alles dabei. Wir arbeiten nach dem Konzept, die Stücke selber zu schreiben und im Probenprozess dann noch zu verbessern (wie ich das ja auch schon beim Theater FingFeuer gelernt habe). Ich hoffe also, ich kann noch mehr dazulernen und neues Wissen mit nach Hause bringen. Und außerdem wollen wir uns natürlich theatral weiterbilden, daher stehen Stimmtraining und südindische Kampfkünste auf dem Plan. Interessant dürfte der Ausflug nach Kuba werden, denn vor dem einheimischen Publikum müssen wir natürlich spanisch spielen. Wir werden wahrscheinlich das Stück "Die Gita" aufführen, welches wir ja schon beim Woodstock-Festival erfolgreich auf polnisch auf die Bühne gebracht haben. Letzte Woche haben wir einen Ausflug zu den Nigarafällen gemacht. Das war natürlich sehr spannend. Ist schon beeindruckend zu sehen, was Krishna so in seiner Freizeit bastelt. Ich habe sogar Beweisfotos:
Natürlich darf auch das obligatorische Gruppenfoto nicht fehlen, immerhin ist man ja Tourist...
Hinterher waren wir im Nigara River baden. Die Strömung war etwas stark, aber ich hab ja ne Reisekrankenversicherung. Das Wasser war sehr warm, und auch wenn es die Bilder hier nicht vermuten lasssen, es herrschten auch so ganz angenehme Temperaturen, und die Sonne kam auch noch raus. Allerdings musste man zum Fluss hinunter einen Abstieg in die Schlucht wagen. Dabei hatten wir Bhaktimarga Swami kurzzeitig verloren, immerhin ist er der "walking monk" und als solcher gut zu Fuß unterwegs. (Wenn es ihm zu lange dauert bis sich die Devotees dazu bequemt haben loszufahren, läuft er übrigens auch gerne mal die ersten paar Kilometer zu Fuß, bis wir ihn dann mit dem Auto einsammeln.) Zum Glück waren die Schluchten gut ausgeschildert, so dass man sich nur ganz selten verlaufen konnte
Einer kleiner See für die Menschheit, ein großer See für den Europäer! |
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